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Wie Faltboxen und Paletten intelligent werden

Interview mit Dominik Lemken, Leiter Projektmanagement, WALTHER Faltsysteme GmbH

„Ladungsträger bereit für die Zukunft machen“

Die WALTHER Faltsysteme GmbH ist auf die Entwicklung und den Vertrieb von faltbaren Mehrwegbehältern für Lager und Transport aus Kunststoff spezialisiert und gehört zu den weltweit führenden Anbietern ihrer Branche. Wir sprachen mit Dominik Lemken, Leiter Projektmanagement, über aktuelle und zukünftige Herausforderungen des Unternehmens.

Herr Lemken, am Anfang stand die Faltbox aus Kunststoff. Heute bietet die WALTHER Faltsysteme GmbH auch smarte Lösungen für Transport und Lagerlogistik an. Was steckt hinter der zunehmenden Digitalisierung Ihrer Produkte?
Dominik Lemken: Innovation gehört ja von jeher zu WALTHER Faltsysteme dazu. Genau wie die Entwicklung neuer Lösungen gemeinsam mit unseren Kunden. So sind viele unserer Produkte aus den Anforderungen der Kunden heraus entstanden. Oft ist es so, dass diese aus ihren Prozessen heraus neue Ideen haben, die wir dann technisch umsetzen. Ein gutes Beispiel dafür ist die Entwicklung unserer Kunststoff-Düsseldorfer-Palette (KDP). Die Idee dafür entstand in enger Zusammenarbeit mit einem unserer Kunden, der eine effiziente und hochwertige Lösung für die Filialdistribution und die interne Logistik suchte.

Welche Themen bewegen Ihre Kunden derzeit?
Dominik Lemken: Ein großes Thema ist die Automatisierung in der Industrie. Hier werden intelligente Lösungen gefordert. Unsere Aufgabe ist es, die entsprechenden Ladungsträger dafür bereit zu machen. In einem automatisierten Hochregal-Lager beispielsweise, müssen Paletten schnell identifizierbar und transportierbar sein. Holzpaletten, die durch Beschädigungen schief im Regal stehen oder deren Kennzeichnung durch Verschmutzung unleserlich ist, können vom automatisierten Regalbediengerät nicht mehr bearbeitet werden. Unsere Kunststoffpaletten sind mit ihrer technischen Ausstattung sowie ihrer Maßhaltigkeit auf die Anforderungen der Automatisierung ausgelegt.

Und welche sind die Zukunftsthemen von WALTHER Faltsysteme?
Dominik Lemken: Natürlich werden wir weiter an intelligenten Verpackungslösungen arbeiten. Faltboxen, die im automatisierten Prozess zusammen- oder auseinandergefaltet werden können sind ein Beispiel. Darüber hinaus bieten unsere Produkte die Voraussetzungen für eine Verknüpfung mit Künstlicher Intelligenz. Das spielt unter anderem für Voraussagen über den Bedarf von Ladungsträgern eine Rolle.
Als weiteres großes Ziel haben wir uns die Nachhaltigkeit gesetzt. Zum einen wollen wir unsere Ladungsträger so optimieren, dass sie extrem langlebig sind. Zum anderen wird auch der Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen sowie Recycling-Kunststoffen immer wichtiger. Unsere Biofaltbox beispielsweise besteht zu 93 Prozent aus nachwachsenden Rohstoffen. Recycling-Kunststoffe setzen wir bereits für die Kunststoff-Düsseldorfer-Palette und unsere GREENLINE-Serie ein. Zukunftsfähig zu sein bedeutet für uns, Entwicklungen entsprechend der Kundenbedürfnisse voranzutreiben, die sich ja auch an den globalen Themen orientieren.