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Erste Einzelhändler setzen die Digitalisierungsförderung der Landesregierung um

„Digitalen und stationären Einzelhandel zusammendenken“ lautet das Sonderprogramm der NRW-Landesregierung.

Kurz zusammengefasst, richtet sich der Projektaufruf in erster Linie an Unternehmen des stationären Einzelhandels, die nicht mehr als 49 Beschäftigte haben oder auf eine Jahresbilanzsumme von max. 10 Mio. Euro kommen. Gefördert werden über einen Zeitraum von maximal einem halben Jahr kurzfristige Projekte von Kleinunternehmen, die sich erstmalig digital aufstellen bzw. digital aufrüsten. Der Höchstbetrag der Förderung liegt bei 12.000 Euro bei einem Fördersatz von bis zu 90 Prozent. Das Projekt muss zudem unmittelbar der Abmilderung der Folgen der Corona-Krise dienen.

Claudia Holthausen, Inhaberin des „Boerholzer Mähhhwerks“ folgte dem Aufruf und hat sich in einem, für deutsche Verhältnisse, fast schon unbürokratischen Bewerbungsprozess um die Mittel des Landes bemüht. Kürzlich erfolgte die Bewilligung durch den Projektträger Jülich. „Wir sind froh über die positive Rückmeldung, geplant ist die Integration eines Online-Shops mit angeschlossenem, digitalen Warenwirtschaftssystem“, so Holthausen. Begleitet wird Sie bei diesem Prozess von Martin Schneider, Marketing Strategy Consultant bei Mart Consulting aus Aachen. Zudem plant Holthausen die Einführung einer eigenen Marke mit individueller Wolle. „Der Vertrieb erfolgt dann natürlich nicht nur stationär, sondern dann auch über den Online-Shop, erklärt Holthausen“.

Aufmerksam gemacht auf das geeignete Förderprogramm hat Claudia Holthausen die lokale Wirtschaftsförderung. Guido Schmidt freut sich über den erfolgreich gestellten Antrag. „Genau solche Chancen muss der stationäre Einzelhandel zukünftig nutzen, um wettbewerbsfähig zu bleiben“, erklärt Schmidt. „Wir würden es begrüßen, wenn sich zukünftig mehrere Einzelhandelsbetriebe mit dem Thema Digitalisierung auseinandersetzen“, so Schmidt weiter.

„Die vergangenen Monate haben gezeigt, wie wichtig es für den stationären Einzelhandel ist, online unterwegs zu sein“, erklärt Christian von Styp, Projektkoordinator der Innovationspartner Niederrhein und Fördermittelberater der IHK Mittlerer Niederrhein. „Deshalb ermutigen wir alle, die diesen Weg gehen oder ihre Online-Aktivitäten ausbauen möchten, das Sonderprogramm in Anspruch zu nehmen.“

Einen Überblick über weitere Förderprogramme zur Digitalisierung finden Sie unter: https://www.ihk-krefeld.de/6556

Foto: v.l.n.r: Martin Schneider, Guido Schmidt, Claudia Holthausen und Dominik Seifert

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