Innovationspartner Niederrhein – 1 Region – 9 Partner – 1000 Ideen

1. DigiKreis Viersen war ein voller Erfolg

Gastgeber Gunter Bayer (GGS GmbH) eröffnet den 1. DigiKreis Viersen in seiner Werkshalle

Das neue Format der Innovationspartner Niederrhein hat die Unternehmer aus dem Kreis Viersen begeistert.

Ziel des 1. DigiKreis Viersen ist es, ein neues Netzwerkformat im Kreis Viersen zu etablieren. Im Vordergrund steht beim DigiKreis Viersen der kreisübergreifende Austausch zwischen Unternehmen. Damit das gelingt, laden Unternehmer, andere interessierte Unternehmen in ihre Betriebe ein und berichten vor Ort von bereits umgesetzten oder geplanten Digitalisierungsprojekten und technologischen Vorhaben. Der Gastgeber bekommt dabei Unterstützung von mindestens zwei weiteren Unternehmern aus dem Kreis, die ebenfalls von ihren Projekten berichten. Dadurch entsteht ein spannender und konstruktiver Austausch auf Augenhöhe. Der Mehrwert ist klar: Was andere, vergleichbare Unternehmen machen, ist mitunter viel interessanter und vor allem auch für den eigenen Betrieb relevanter, als das was Politiker, Keynote-Speaker oder Professoren auf konventionellen Veranstaltungen berichten.

Das haben auch die rund 35 Teilnehmer des 1. DigiKreis Viersen bestätigt, der dank des Gastgebers Gunter Bayer von der GGS GmbH und den Referenten Helmut Gutberlet von der Westdeutschen Dochtfabrik GmbH & Co. KG sowie Thomas Osterath von der Osterath GmbH ein voller Erfolg gewesen ist.

Gunter Bayer, der gebrauchte, zum Teil über 30 Jahre alte Stanz- und Faltmaschinen so umbaut und modernisiert, dass Sie dem heutigen digitalen Standard entsprechen, hat eindringlich und anschaulich dargestellt, wann Digitalisierung sinnvoll ist und wie man den Prozess auf dem Weg zur digitalen Lösung gestalten muss. In den Vordergrund stellte Bayer dabei die Kosten-Nutzen-Frage und warb für einen durchdachten Umgang mit der Fülle an Daten, die heutzutage produziert werden. Die Firma GGS GmbH ist in der Lage, alle umgerüsteten Maschinen, weltweit von Viersen aus zu beobachten, um so bei einem Ausfall der Maschinen schnell Hilfestellung leisten zu können.

„Im Grunde genommen kann man sich auf wenige Datenströme beschränken, um zuverlässige Aussagen über die Produktion und die Funktion der Maschine zu treffen“, so Bayer.

Auch Helmut Gutberlet, Geschäftsführer der Westdeutschen Dochtfabrik GmbH & Co. KG betonte, wie wichtig die Erfassung der Prozesse bei Digitalisierungsvorhaben ist. Dabei steht insbesondere der Einbezug des Mitarbeiters im Vordergrund. Der gut erfasste, strukturierte und durchdachte Prozess war Grundvoraussetzung für die erfolgreiche Einführung eines neuen ERP-Systems bei der Westdeutschen Dochtfabrik.

„Gerade für kleine Unternehmen, mit speziellen Produkten und einer großen Vielfalt, ist es schwierig ein passendes ERP-System zu finden“, so Helmut Gutberlet.

Ein passendes System wurde mit einem entsprechenden Dienstleister entwickelt. Das besondere hierbei ist, dass die Entwicklung des ERP-Systems mit einem Innovationsgutschein des Landes NRW gefördert werden konnte.

Ebenfalls gefördert wurde die Einführung einer Buchhaltungssoftware bei der Osterath GmbH. Das Fahrzeugbauunternehmen hatte täglich eine Vielzahl an Rechnungen zu bearbeiten, zu erstellen und abzuzeichnen. Auch wenn sich der analoge Umgang mit der Rechnungsbearbeitung über viele Jahre eingespielt hatte, musste endlich eine neue, digitale Lösung her.

„Wichtig war es, die Mitarbeiter von Anfang an in den Prozess miteinzubeziehen. Nur mit der Akzeptanz der Mitarbeiter an den betroffenen Stellen kann erfolgreich Digitalisiert werden“, so Geschäftsführer Thomas Osterath.

Mittlerweile ist die Rechnungsbearbeitung ohne Software nicht mehr vorstellbar und auch die Mitarbeiter sind in Anbetracht der enormen Erleichterung begeistert.

Eines wurde beim DigiKreis Viersen in allen drei Beiträgen ganz deutlich: Ohne die Einbindung der Mitarbeiter ist Digitalisierung und die Umsetzung verschiedener Digitalisierungsprojekte nicht möglich. Um Akzeptanz zu schaffen und frühzeitig für Veränderungen zu werben, ist es notwendig, gemeinsam mit Mitarbeitern den zu verändernden Prozess aufzunehmen, zu diskutieren und auch kritisch zu beleuchten – so der Tenor des Abends.

Die Ansätze und Impulse wurden beim anschließenden Netzwerken ausgiebig und lange diskutiert. Insgesamt war es aus Sicht der Unternehmen und der Innovationspartner Niederrhein, dabei insbesondere aus Sicht der Wirtschaftsförderung für den Kreis Viersen ein voller Erfolg. Deshalb ist der zweite DigiKreis Viersen ist für Herbst 2019 angedacht.

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