Querdenken - Auftakt der Innovationspartner Niederrhein

Querdenken - Auftakt der Innovationspartner Niederrhein
© Innovationspartner Niederrhein

Woher kommen gute Gedanken? Und wie führen diese Gedanken zu neuen Innovationen? Was passiert, wenn ich mit meiner Idee scheitere? Wie kann ich meine Mitarbeiter motivieren und kann man Kreativität lernen? All diesen Fragen und noch vielen weiteren Aspekten sind wir in unserer Auftaktveranstaltung "Querdenken" nachgegangen. Wir, die Innovationspartner Niederrhein, sind überzeugt: Innovieren bedeutet nichts anderes, als einmal querzudenken.

Am 10. Juli haben wir die Unternehmer unserer Region zum gemeinsamen Querdenken in den Campus Fichtenhain 44 eingeladen. In lockerer Atmosphäre eingerahmt von Palettenmöbeln und Sitzsäcken wurden die Gäste mit Knabbergebäck, Schorle und einem herzlichen Lächeln empfangen.

Ziel dieser Veranstaltung war es zum Nachdenken anzuregen, zu inspirieren und auch zur Umsetzung der eigenen Ideen zu motivieren. Zweifelsfrei ist dies gelungen - dank der dynamischen, witzigen und anregenden Impulsvorträgen unserer sympathischen Keynote Speaker.

Dem erste Redner Jörg Heynkes, Unternehmer und Innopreneur aus Wuppertal, gelang es, sein Publikum mit einem fesselnden Vortrag über die wichtigsten Innovationen der Zukunft in seinen Bann zu ziehen. In 260 Wochen, so Heynkes, wird die Welt eine völlig andere sein. Wir werden selbstfahrende Autos haben, unsere Schuhe auf dem Küchentisch drucken und mit intelligenten Computern ganz selbstverständlich kommunizieren.

Jörg Heynkes
© Jörg Heynkes_Innovationspartner Niederrhein

Eine ganz andere Art von Vortrag, sowohl inhaltlich wie auch visuell, bot der Jongleur und Kreativitätsexperte Christoph Rummel. In einer virtuosen und unterhaltsamen, aber auch nachdenklichen Show nutze Christoph Rummel die Jonglage von Bällen, Stöcken und Kegeln zur Veranschaulichung unseres alltäglichen Wirrwarrs. Wie wir dabei noch kreativ sein können, Denkmuster unterbrechen und neues Wagen, demonstrierte Rummel eindrucksvoll anhand des Zusammenspiels der unterschiedlichen Requisiten. Die Botschaft des quirligen Jongleurs lautete dabei: Kreativität kann man lernen - und auch hier, wie bei der Jonglage, sind Üben, Neugierde und der Mut etwas auszuprobieren das A und O des Erfolgs. 

Christoph Rummel
© Christoph Rummel_Innovationspartner Niederrhein

Über Erfolg konnte auch Stephan Rahn als General Manager Unternehmenskommunikation bei 3M, einem der innovatives Unternehmen weltweit, ausgiebig sprechen. Der Schlüssel zum erfolgreichen Innovieren, liegt laut Rahn, bei den Mitarbeitern eines Unternehmens. Als Vorgesetzter ist es dabei unabdingbar, seinen Mitarbeitern Vertrauen zu schenken, Fehler zuzulassen und den Mitarbeitern zu erlauben auf ihr Bauchgefühl zu hören. Nur so kann eine wahre Innovationskultur in einem Unternehmen etabliert werden.

Stephan Rahn 3M
© Stephan Rahn_Innovationspartner Niederrhein

Hat ein Unternehmen bereits eine solche Kultur, so ist es gewiss nicht schwierig Innovationen voranzutreiben. Für all diejenigen, die keine ausgeprägte Leitkultur pflegen, reicht es laut Verena Heinrichs, der dynamischen Geschäftsfeldleiterin der Social Media Intelligence PRS Technologiegesellschaft in Aachen, auch einfach ab und zu gründlich nachzudenken. Wer dabei jedoch zu quer denkt, so ihr Hinweis, der innoviere am Kunden vorbei. Um das zu veranschaulichen, präsentierte Heinrichs das Beispiel der Fastfood Kette, die einen Bio-Burger anbieten möchte. Kunden jedoch gehen nicht in ein solches Fastfood Restaurant, um bewusst gesunde Bio-Kost zu konsumieren. Folglich wurde dieser Burger nach nur wenigen Wochen aus dem Sortiment genommen. Es ist also wichtig, so Heinrichs, auf die Kundenbedürfnisse einzugehen und den Kunden zu verstehen. Wie jedoch finde ich heraus, was der Kunde wirklich möchte? Dazu empfiehlt Heinrichs einen Blick in die zahlreichen Social-Media-Plattformen zu werfen. Es ist erstaunlich, was Konsumenten hier von sich preisgeben, was Sie sich wünschen und welche Verbesserungsvorschläge sie diskutieren. Eine Analyse dieser Daten kann, so Heinrichs, Unternehmen helfen, fundamentale Produktverbesserungen abzuleiten.

Verena Heinrichs
© Verena Heinrichs_Innovationspartner Niederrhein

Unser letzter Redner Peter Kowalsky, der Gründer von Bionade und Entwickler eines neuen Startups konnte eine ganz andere Geschichte erzählen: "Traut euch querzudenken, egal, was euch jemand anderes sagt!", lautete die Botschaft des charismatisch entspannten Brauingenieurs. Kowalsky betonte auch, dass es manchmal einen langen Atem braucht, um sein Produkt erfolgreich durchzusetzen. Kowalsky rät allen, sich nicht entmutigen zu lasen, sondern eine "just-do-it-Mentalität" an den Tag zu legen. Dass man dabei zwischendurch im Großen oder Kleinen scheitert, ist vorprogrammiert. In jedem Scheitern jedoch steckt auch Potenzial etwas zu lernen, daraus neue Erkenntnisse zu gewinnen und umzusetzen. Derzeit ist Kowalsky, der sein Unternehmen 2012 verlassen hat, mit einem neuen und innovativen Produkt dabei, den Markt der Fitness- und Trendgetränke zu erobern.

Peter Kowalsky
© Peter Kowalsky_Innovationspartner Niederrhein

All diese Gedanken, neuen Ideen und Inspirationsfunken, konnten die Gäste im Anschluss noch ausführlich bei Häppchen und Getränken untereinander, mit den Referenten oder auch den Innovationspartnern diskutieren.

Durch den Abend begleitete die schlagfertige, witzige und energiegeladene Beate Kowollik.